Gemäß Artikel 109-114 des Versailler Vertrags wurde eine internationale Kommission gebildet, CIS (Commission Internationale de Surveillance du Plébiscite Slesvig), der die Verantwortung für die Durchführung von Volksabstimmungen in Schleswig übertragen wurde.

Die Kommission bestand aus einem Engländer, einem Franzosen, einem Schweden und einem Norweger.

Am 26. Januar 1920 übernahm die CIS die Verwaltung in den beiden schleswigschen Abstimmungszonen.

Deutsche Truppen und Beamte mussten die beiden Abstimmungszonen verlassen. Die Kommission hatte ihre eigene Polizei sowie französische und englische Truppen, um Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten.

Es wurden CIS-Briefmarken ausgegeben, um hervorzuheben, dass die Abstimmungszonen ein besonderes Verwaltungsgebiet waren.

Die CIS beaufsichtigte die Agitation und führte in Ruhe und Ordnung zwei Abstimmungen durch: am 10. Februar in Zone 1 und am 14. März in Zone 2.

Auf Grundlage der Ergebnisse erarbeitete die Kommission einen Vorschlag zur Grenzziehung.

Am 15. Juni 1920 lief das Mandat der CIS aus, worauf Zone 1 in Dänemark eingegliedert und Zone 2 an Deutschland zurückgeführt wurde.