Als das ”Gesetz zur Eingliederung der südjütischen Landesteile” am 9. Juli 1920 in Kraft trat, wurde die Eingliederung mit einer Festwoche gefeiert.

Am gleichen Tag fand im Stadion von Kopenhagen ein großes Volksfest statt, an dem das Königshaus und die Regierung teilnahmen.

Am Abend reiste die Königsfamilie mit dem Schiff von Kopenhagen ab und kam am folgenden Morgen in Kolding an.

Am Vormittag des 10. Juli ritt König Christian X. aus Nordjütland in Südjütland ein. Der Ritt auf einem Schimmel, gefolgt von einer tausendköpfigen Menschenmenge markierte symbolisch, dass die frühere Grenze nunmehr ausgelöscht war.

Der festliche Zug passierte 18 Ehrenpforten, bevor er nach Christiansfeld gelangte, wo ein Festgottesdienst in der Kirche von Tyrstrup gefeiert wurde.

Später folgten festliche Einzüge in Hadersleben und Apenrade, durch diese Städte fuhr der König mit dem Auto. Am Abend fand ein festliches Abendessen auf dem Königsschiff in Apenrade statt.

Am folgenden Tag, dem 11. Juli, fand ein großes Fest in den Düppeler Schanzen statt – dem Ort, an dem Dämemark 1864 die entscheidende Niederlage hinnehmen musste.

Das Fest fand in der gleichen Schanze statt, in dem das Deutsche Reich nur sechs Jahre zuvor das 50jährige Jubiläum des Sieges über Dänemark und damit die Eroberung Nordschleswigs  gefeiert hatte.

Die meisten Festredner betonten, dass die Wahl dieses Festplatzes, der Ort der Niederlage von 1864, geeignet war, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verbinden.

Demgegenüber hob Staatsminister Niels Neergaard hervor, dass man am Beginn einer ganz neuen Zeit stehe: ”Wir sprechen von Wiedervereinigung. Tatsache ist aber, dass in unserer 1000jährigen Geschichte Südjütland mit Dänemark eins war. Erst jetzt kommt es zustande aufgrund des glücklichen Willens der Einwohner Südjütlands.“

H. P. Hanssen richtete in seiner Rede einen Dank an die alliierten Mächte, deren ”glänzender Sieg und die Freiheit wiedergegeben hat.“

Am Fest auf Düppel nahmen ca. 50.000 Menschen teil, und es wurde eine Tradition der Düppelfeste begründet, die bis in die Gegenwart weitergeführt wird. Es sind Feste, an denen sowohl die Spitzen der Gesellschaft als auch ganz normale Bürger teilnehmen, sie werden von Reden, Musik und gemeinschaftlichem Gesang geprägt.

Am folgenden Tag begab der König sich auf die Fahrt in westliche Südjütland. Auf seinem Weg hielt er in Krusau an, um dänischgesinnte Flensburger zu begrüßen, die ein Schild mit dem Satz „Wir leben in Hoffnung“ trugen.

In Tondern war die Mehrheit der Bevölkerung deutschgesinnt, aber aufgrund der en-bloc-Abstimmung kam die Stadt zu Dänemark. Der Königsbesuch verlief ruhig und würdig.

Der deutsche Bürgermeister Oluf Olufsen bat darum, dass die Regierung die Stadt in ihrer schwierigen wirtschaftlichen Lage nach der Grenzziehung unterstützen möge.

Ein Besuch auf Schloss Schackenborg und an der Fundstelle der Goldhörner von Gallehus rundete den königlichen Reisetag ab.

Der offizielle Teil der dänischen Festlichkeiten war damit abgeschlossen, der König blieb aber noch einige Tage im Landesteil und inspizierte auf weiteren Fahrten das wieder erworbene Land.