Im letzten Kriegsjahr kam es zur Herausgabe von Notgeld, da es zu einem katastrofalen Mangel an Münzen gekommen war.

Die Kommunalverwaltungen durften deshalb Notgeld drucken lassen, d.h. Papiergeld mit sehr kleinem Nennwert als Ersatz für Münzgeld.

Die Gemeindekassen sollten den Wert der ausgegebenen Notgeldscheine decken. Viele Gemeinden sahen über diese Forderung hinweg und bemühten sich, besonders schöne Notgeldscheine auszugeben, die als Sammelobjekte in den Alben von Sammlern landeten. Auf diese Weise ließ sich mit den ausgegebenen Notgeldscheinen ein hoher Gewinn machen.

Im Abstimmungsgebiet war der Kampf zwischen deutsch und dänisch das durchgehende Motiv auf den Notgeldscheinen. In der 1. Zone (Nordschleswig) hatte das Notgeld oft eine dänische und eine deutsche oder eine dänische und eine neutrale Seite, während es in der 2. Zone (Mittelschleswig) keine Notgeldscheine mit einer prodänischen Seite gab; hier waren die Motive prodeutsch oder neutral.

Nach der Abstimmung in Nordschleswig wurde am 20. Mai die dänische Währung eingeführt und das Notgeld verschwand somit.