Alle Personen, die seit 1900 in den Abstimmungsgebieten gewohnt hatten, konnten ihre Stimme abgeben. Die Wahlbeteiligung betrug über 90%.

In der ersten Zone (Nordschleswig) wurde am 10. Februar 1920 en bloc abgestimmt, d.h. die Mehrheit im gesamten Gebiet war entscheidend. 75.431 stimmten für Dänemark und 25.329 für Deutschland. In Sonderburg, Apenrade und Tondern sowie in den Gemeinden Hoyer, Uberg und Tingleff gab es eine deutsche Mehrheit, aber das Gesamtergebnis war ausschlaggebend. In der 2. Zone (in Flensburg und dem mittleren Teil Schleswigs) fand die Abstimmung am 14. März statt. 51.724 stimmten für Deutschland und 12.800 für Dänemark. In Flensburg waren 75,2% für Deutschland, und nur in zwei Dörfern auf der Insel Föhr gab es eine dänische Mehrheit.

Als Folge der Volksabstimmungen wurde die deutsch-dänische Grenze ca. 70 km nach Süden verlegt. Vom 5. Mai bis zum 10. Juli 1920 fand eine schrittweise Eingliederung Nordschleswigs in Dänemark statt. Mit dieser Teilung Schleswigs wurde das Selbstbestimmungsrecht verwirklicht, es entstand aber keine klare Nationalitätsgrenze. Sowohl nördlich wie auch südlich der Grenze gab es eine nationale Minderheit – und die gibt es heute noch.