An dieser Stelle versammelten sich die dänisch gesinnten Nordschleswiger am 14. Juni 1914 zum Jahrestreffen im Freien. Etwa 10.000 Teilnehmer hörten hier H.P. Hanssens kraftvolle Rede, in der er den Glauben an die Überlebensmöglichkeiten des Dänentums ausdrückte, trotz der 50 Jahre, die der Landesteil unter deutscher Herrschaft gewesen war.

H.P. Hanssen gab auch eine klare Erwiderung auf die deutschen Reden, die am 18. April 1914 auf Düppel zur Feier des 50. Jahrestages der Eroberung der Düppeler Schanzen gehalten worden waren. Er schloss mit den Worten:

Wir haben Unternehmungsgeist und Tatendrang. Wir haben Wärme und Begeisterung. Wir haben den Glauben an die Zukunft unseres Volksstammes. Und darum wollen wir unseren Gegnern als Antwort auf ihre Siegesfeiern die Schlusszeilen des groβartigen Gedichts zurufen, das Hostrup vor 50 Jahren an den Feind schrieb:

Du kannst dich sehr wohl der Gegebenheiten des Tages rühmen
und des Sieges, den sie dir gebracht haben;
Aber du führst einen Kampf gegen tausend Jahre,
Und den hast du wahrlich verloren!

Es war das letzte dänische Jahrestreffen vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges im August 1914. Der Krieg endete mit der deutschen Niederlage, die den Weg frei machte für eine Volksabstimmung und eine Grenzziehung nach dem Prinzip des Selbstbestimmungsrechts der Völker. Der Gedenkstein wurde im Jahre 1937 errichtet.