Dieses von dem in Tondern gebürtigen Flensburger Grafiker Johann Holtz geschaffene Plakat war das erste, das von deut­scher Seite im Abstimmungskampf in der 2. Zone eingesetzt wurde. Seit Mitte Januar 1920 bestimmte es für mehrere Wochen vor allem das Straβenbild in Flensburg. Auch als Postkarte hat dieses Blatt Verwendung gefunden. Bild und Text (sowohl in deutscher wie auch in dänischer Sprache) appellieren an die „schleswigsche Gesinnung“ der Abstimmungsberechtigten. Die zu erwartende Teilung Schles­wigs wird als historisch widersinniges Auseinanderreiβen des tausend Jahre alten Herzogtums dargestellt. Hierbei wird ver­gröbernd in Kauf genommen, daβ das Herzogtum Schleswig sich erst seit dem 13. Jahrhundert als Territorium gebildet hat. Deutsches Abstimmungsplakat, nur in der 2. Zone benutzt, gezeichnet von Johann Holtz. Auflage unbekannt. Sowohl mit deutschen wie mit dänischem Text. 38 x 29,5 cm.