Der König auf einem Schimmel. Das Bild zeigt eines der symbolbeladensten und inszenierten Ereignisse der Wiedervereinigungsfestlichkeiten. König Christian X. hatte zugestimmt, die alte Prophezeiung zu erfüllen, dass Nordschleswig wieder dänisch werde, wenn der dänische König auf einem Schimmel in den Landesteil einreiten werde. Im königlichen Gestüt gab es jedoch keinen Schimmel, allerdings auf dem Gut Visborghof  bei Hadsund. Das Pferd, das den Namen „Malgré Tout“ trug, wurde nach Taps, nördlich von Christiansfeld verladen. Hier verlies der König seinen Wagen, bestieg das Pferd und ritt unter dem Jubel der Zuschauer die ersten paar Kilometer in Nordschleswig ein. An dem Ort, an dem der König den Schimmel bestieg, ist ein Gedenkstein errichtet worden. Niemand durfte danach den Schimmel reiten. Er verbrachte die Zeit bis zu seinem Tod 1922 auf einer grünen Wiese. Danach wurde das Pferd – wie ein vorgeschichtlicher Heerführer – in einem großen Hügel bei Visborghof  begraben. Auf einem Gedenkstein sind die Worte zu lesen: „Ich trug den König über die Grenze, als Nordschleswig wieder dänisch wurde.“ Ein Huf des Pferdes wurde vor seiner Bestattung abgenommen und versilbert. Christian X. erhielt ihn zur Erinnerung an den großen Tag überreicht, und er stand auf dem Schreibtisch im Arbeitszimmer des Königs auf Amalienborg. Er trägt den gleichen Text wie der Gedenkstein am Grab des Schimmels. Der Name des Pferdes, Malgré Tout, bedeutet „Trotz alldem“. Viele Dänen sahen damals in den Namen den Hinweis darauf, dass alles für Nordschleswig gut ausgegangen sei – trotz alledem.